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YouTube priorisiert Original-Inhalte im Shorts-Algorithmus ab 1.10.26
YouTube priorisiert ab dem 1. Oktober 2026 Original-Inhalte im Shorts-Algorithmus und reduziert die Reichweite von Aggregator-Konten, berichtet Social Media Today am 1. Oktober 2026.
Von Noah Wiegandt, Redaktion Creatorplanet: Plattformen, Geld, Deals, Köpfe, Recht

YouTube priorisiert ab dem 1. Oktober 2026 Original-Inhalte im Shorts-Algorithmus und reduziert die Reichweite von Kanälen, die primär Videos anderer Creator ohne signifikante Änderungen neu hochladen. Das kündigte die Plattform am 1. Oktober 2026 an, berichtet Social Media Today. Betroffen sind Aggregator-Konten, die fremde Clips weiterverbreiten, ohne eigenen Mehrwert hinzuzufügen.
Was YouTube als Aggregation definiert
YouTube nennt Kanäle Aggregatoren, wenn sie Videos anderer Creator ohne signifikante Änderungen neu hochladen, berichtet Social Media Today. Die Plattform fordert Creator auf, bei der Verwendung von Clips anderer echten Mehrwert durch eigene Kommentare, einzigartige Bearbeitungen oder Storytelling hinzuzufügen. Welche konkreten Kriterien YouTube nutzt, um Aggregator-Konten zu identifizieren, nennt die Mitteilung nicht.
Die Änderung gilt ab dem 1. Oktober 2026 und betrifft den Shorts-Feed. Kanäle, die als Aggregatoren eingestuft werden, erhalten weniger Verbreitung in den Empfehlungen. YouTube folgt damit Instagram, das im April 2026 angekündigt hatte, Inhalte von Aggregator-Konten aus seinen Discovery-Flächen zu entfernen, berichtet Social Media Today.
Zwei Lesarten: Schutz oder unklare Grenze
Die erste Lesart: Die Änderung schützt Creator, die eigene Inhalte produzieren, vor Kanälen, die deren Arbeit ohne Erlaubnis oder Mehrwert weiterverbreiten. Instagram-Chef Adam Mosseri sagte laut Social Media Today, dass die Reichweite von Original-Inhalten in der App seit Implementierung der Änderung im April 2026 signifikant gestiegen sei. YouTube setzt damit ein Signal, dass Plattformen Originalität belohnen wollen.
Die zweite Lesart: Die Grenze zwischen Aggregation und legitimer Bearbeitung bleibt unklar. Reaction-Videos, Clip-Kanäle mit Lizenz oder Compilations könnten betroffen sein, obwohl sie eigene Leistung erbringen. Was als signifikante Änderung gilt, ob ein Kommentar, eine Untertitelung oder ein neuer Schnitt ausreicht, sagt YouTube nicht. Creator, die fremde Clips nutzen, müssen nun selbst einschätzen, ob ihre Bearbeitung ausreicht, um weiterhin Reichweite zu erhalten.
Was das für Creator heißt
Betroffen sind Creator, die Clips anderer Creator in Shorts verwenden. Ab dem 1. Oktober 2026 sinkt die Reichweite im Shorts-Feed, wenn YouTube den Kanal als Aggregator einstuft. Creator müssen eigene Kommentare, einzigartige Bearbeitungen oder Storytelling hinzufügen, um weiterhin Verbreitung zu erhalten.
Wer fremde Clips nutzt, sollte prüfen, ob der eigene Kanal primär aus neu hochgeladenen Videos ohne signifikante Änderungen besteht. Wer Reaction-Videos, Compilations oder lizenzierte Clips veröffentlicht, sollte den eigenen Mehrwert deutlich machen. Die Änderung gilt für den Algorithmus, nicht für das Urheberrecht: Auch mit Mehrwert bleibt die Erlaubnis des Urhebers Pflicht.
In Deutschland gilt zusätzlich das Urheberrechtsgesetz: Wer fremde Videos ohne Erlaubnis nutzt, kann abgemahnt werden, auch wenn YouTube den Kanal nicht als Aggregator einstuft. Die Plattform-Regel ändert daran nichts.