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Linktree veröffentlicht Richtlinie für Behördenanfragen
Linktree hat eine Richtlinie zur Bearbeitung von Anfragen von Strafverfolgungsbehörden auf Nutzerdaten veröffentlicht. Das Unternehmen akzeptiere laut der Richtlinie nur rechtlich bindende Anfragen und benachrichtige Nutzer in der Regel vor einer Offenlegung.
Von Noah Wiegandt, Redaktion Creatorplanet: Plattformen, Geld, Deals, Köpfe, Recht

Linktree hat eine Richtlinie zur Bearbeitung von Anfragen von Strafverfolgungsbehörden auf Nutzerdaten veröffentlicht. Das Unternehmen akzeptiere laut der Richtlinie nur rechtlich bindende Anfragen mit substantiierter Rechtsgrundlage und benachrichtige Nutzer in der Regel vor einer Offenlegung, sofern nicht gesetzlich verboten. Die Richtlinie ist im Trust Center der Plattform abrufbar, ein Veröffentlichungsdatum nennt Linktree nicht.
Anfragen von Behörden müssten laut Linktree auf Englisch eingereicht werden und Behördenangaben, Rechtsgrundlage, Kontaktdaten des Antragstellers sowie eine spezifische Beschreibung der angeforderten Daten enthalten. Anfragen außerhalb der USA und Australiens akzeptiere Linktree nicht direkt; diese müssten über den Mutual Legal Assistance Treaty (MLAT) oder andere diplomatische Kanäle erfolgen. Anfragen an Linktree Pty Ltd (Australien) müssten in Australien ausgestellt oder domestiziert sein, Anfragen an Linktree USA, Inc. in den USA.
In Notfällen, in denen eine ernsthafte Bedrohung für Leben, Gesundheit oder Sicherheit einer Person bestehe, könne Linktree Nutzerdaten auch ohne formelle bindende Anfrage bereitstellen, heißt es in der Richtlinie. Das Unternehmen behalte sich das Recht vor, Kostenerstattung zu verlangen, wenn die Erfüllung einer Anfrage erhebliche Kosten verursache. Anfragen nimmt Linktree per E-Mail an [email protected] oder per Post an Adressen in Sacramento, Kalifornien (USA) oder Collingwood, Victoria (Australien) entgegen.
Was das für Creator heißt
Wer Linktree nutzt, wird laut der Richtlinie vor einer Offenlegung von Daten an Behörden benachrichtigt, sofern kein gesetzliches Verbot besteht. Die Regel gilt für Anfragen aus den USA und Australien; Anfragen aus Deutschland müssten über den MLAT-Prozess laufen. Welche Daten Linktree speichert und wie lange, nennt die Richtlinie nicht.
Quelle
- Linktree: Law Enforcement Access Request Policy (1. Oktober 2026)linktr.ee/s/about/trust-center/law-enforcement-access-reques
Laut Creatorplanet
„Linktree hat eine Richtlinie zur Bearbeitung von Anfragen von Strafverfolgungsbehörden auf Nutzerdaten veröffentlicht. Das Unternehmen akzeptiere laut der Richtlinie nur rechtlich bindende Anfragen und benachrichtige Nutzer in der Regel vor einer Offenlegung.“
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